Walliser Arbeitgeberverband

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Die Lernenden dürfen nicht zu Kollateralschäden von Covid-19 werden

Seit dem 13. März 2020 befinden sich unser Land und insbesondere unser Kanton in einer komplizierten sanitären und wirtschaftlichen Lage. Zahlreiche Unternehmen werden empfindliche Umsatzeinbussen erleiden und neue Prioritäten setzen müssen.

Die Vorstände unserer Arbeitgeberverbände sind sich der Schwierigkeiten voll und ganz bewusst. Nichtsdestotrotz wollen sie verhindern, dass künftige Lernende der auf die Coronavirus-Epidemie folgenden Wirtschaftskrise zum Opfer fallen.

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Anstrengungen – beispielsweise mit der Ausrichtung der Berufs- und Ausbildungsmesse – unternommen, um das Handwerk zu fördern. Daher ist es unerlässlich, die vor dem Ausbruch des Coronavirus geplanten Lehrstellen zu besetzen statt zu streichen.

Es sei daran erinnert, dass die Subventionen des Kantons und des kantonalen Berufsbildungsfonds bereits den grössten Teil der Kosten der überbetrieblichen Kurse für Lernende decken.

Deswegen sollte 2020 keinesfalls darauf verzichtet werden, Lernende einzustellen. Es wäre einerseits ein herber Schlag für den Nachwuchs und würde die Weitergabe des Fachwissens unserer Unternehmen gefährden. Andererseits wäre der Imageverlust der Handwerksberufe verheerend und würde den Jugendlichen und ihren Eltern ein falsches Bild über den Wert der verschiedenen Handwerksberufe vermitteln.